Mexico

Echinocereus pulchellus subsp. weinbergii, Mexico, Zacatecas, El Arenal

Echinocereus pulchellus subsp. weinbergii, Mexico, Zacatecas, El Arenal

Echinocereus pulchellus (C.F. MARTIUS) F. SEITZ subsp. weinbergii (W. WEINGART) N.P. TAYLOR
Hunt. – Cactaceae Consensus Initiatives 3: 9 (1997)

Locus typicus
Nicht bekannt, entdeckt von Frank Weinberg in Mexico, Zacatecas

Synonyme
Echinocereus weinbergii

Etymologie
Echinocereus = Igelsäulenkaktus
weinbergii = benannt nach F. Weinberg

Auszug aus der Erstbeschreibung
Körper kugelig, sehr stark, weniger und stärkere ßippen, Haut graugrün, lederartig, Blüten kleiner, kegelförmig mit schmalen, spitzen Blütenblättern. Diagnose: Erectus vix caespitosus; caulis robustus globosus deinde conicus, costis rectis acutis primo incisis; aculeis radialibus 9—12 flavidis pectinatis in statu juvenili apice sphacelatis, centralibus O; floribus conicis roseis. Beschreibung: Es sind ein grosses und mehrere kleine Exemplare vorhanden, alle gepfropft. Die kleinen Exemplare flach gedrückt, kugelig mit tief eingesenktem Scheitel. Das grosse blühende Exemplar ist nach unten kugelförmig, nach oben stumpf konisch, 130 mm im Durchmesser und 130 mm hoch. 15 Rippen, scharf und unter den engstehenden Höckern ziemlich tief quer gefurcht, Furchen scharf. Nach unten werden Rippen und Furchen flach imd die Höcker verschwinden. Am Grunde der Furchen eine ziemlich gerade, dunkle Linie, die erhalten bleibt. Die Rippen verlaufen ziemlich senkrecht. Haut lederartig, schwach glänzend, unter der Lupe stark und dicht weiss punktiert, graugrün und am unteren Teile wie bereift. Scheitel ziemlich tief eingesenkt, von den dichtstehenden Stacheln und weisser Areolenwolle geschlossen. Stacheln im Scheitel weiss, am Grunde rosa, dann hell-hornfarbig, braun gespitzt, später alle Stacheln nur einfarbig, schmutzig- gelblich, an den jüngeren Exemplaren hellbernsteingelb und beim Vergrauen sich in Fasern auflösend. Areolen stehen sehr eng, 5 bis 8 mm entfernt, am Scheitel mit weisser, kräftiger, flockiger Wolle, die sehr rasch verschwindet, lang elliptisch, 2 mm breit und 5 mm lang. Kein Zentralstachel vorhanden. Die seitlichen Randstacheln kammförmig gestellt, nach oben und unten gebogen, sich aber nur wenig verflechtend. Die Stacheln sind verschieden an der Zahl. Jüngere Areole: zwei Randstacheln, nach der Seite gebogen, oben, ein Randstachel, gerade, unten, links und rechts je drei nach unten gebogene. Von links nach rechts gezählt, von oben an, haben die Stacheln folgende Maasse: 3, 9, 10, 8, 5, 8, 10, 7, 3 mm, es sind also im ganzen neun Stück. Altere Areole: ein kleiner Randstachel oben, ein mittelgrosser unten, links vier nach oben, rechts fünf nach unten gebogene seitliche Randstacheln. Maasse wie oben gezählt: 5, 7, 10, 12, 12, 9, 8, 12, 12, 10, 4 mm, also elf Stacheln. An einzelnen älteren Areolen sind links und rechts je fünf seitliche Randstacheln, so dass die Gesamtzahl zwölf erreicht wird. Alle Stacheln sind ziemlich gleich stark in der ganzen Länge, etwa 1/2 mm dick, am Ende kurz gespitzt, am Grunde schwach verdickt, an den jüngeren Exemplaren am Grunde ziemlich breiter, nach oben hin gleichmässig schmäler endend, flach mit kurzer Mittelfurche nach dem Grunde zu. Die drei Blüten standen in gleicher Höhe auf drei benachbarten Rippen in etwa 3/5 der Höhe des Körpers, also ziemlich tief. Die letzte war, als ich eintraf, nachmittags 2 Uhr voll geöffnet, ging gegen 4 Uhr zu und wird demnach ähnlich den anderen Echinocereus-Blüten von etwa 10 Uhr vormittags bis 4 Uhr nachmittags geöffnet gewesen sein. Geruch war nicht zu bemerken. Die Blüte ist nur mittelgross, geöffnet etwa 36 mm im Durchmesser. Fruchtknoten und Röhre sind nicht zu trennen, unten kurz gerundet, dann sich gleichmässig von 9 auf 17 mm Durchmesser bei 19 mm Länge erweiternd. Länge der Blumenkrone 31 mm. Fruchtknoten und Röhre hell-chromgrün mit schmal-dreieckigen, niedrigen, lang ausgezogenen Höckern besetzt, die dicht aneinander anschliessen und keinen Grund frei lassen. Auf den Höckern am untern Teile keine sichtbaren Schuppen, nur die oberste Reihe unter der Blumenkrone mit spitzen, kleinen Schuppen besetzt. Areolenwolle weiss, flockig und reichlich, und je bis 10 gelbe, etwas gebogene Borstenstacheln, die am unteren Teile 10, am oberen bis 15 mm lang werden. Blütenblätter in mehreren Reihen und nicht besonders zahlreich, von aussen nach innen grösser werdend, von 4 bis 5 mm Breite und 15 bis 31 mm Länge zunehmend, schmal-lanzettlich, langgespitzt mit sehr kleiner Weichstachelspitze, alle schön rosa, mit aussen schwach olivengrünem, innen karminrotem Mittelstreifen, seidig glänzend. Staubgefässe dünn, sehr zahlreich, 1/3 so lang als die Blumenkrone. Staubfäden weiss, Beutel klein, gelb. Griffel sehr kurz, mitsamt den Narbenstrahlen, von denen ich nur drei Stück finden konnte, in den dicht zusammengeneigten Staubgefässen vollständig verborgen. Die Narbenstrahlen hellgrün, etwa 4 mm lang. Die Pflanze wurde nach ihrem Entdecker, Herrn Frank Weinbeeg, Woodside, benannt.

Morphologische Merkmale (eigene Untersuchungen)
Pflanzenkörper flachkugelig, Höhe bis 5 cm, Durchmesser bis 16 cm. Epidermis grün. Rippenzahl 12-18. Rübenwurzel. Areolen oval. Randdornen 7 bis 13. Mitteldornen keine. Im Jugendstadium haarige Bedornung. Blüte trichterförmig, hellrosa bis rosa, teilweise mit Mittelstreifen, bis 6 cm lang, bis 6 cm im Durchmesser. Frucht oval, grünbräunlich bis rosagrünbräunlich. Fruchtfleisch weiß, Samen schwarz.

Standort
Mexico, Zacatecas, El Arenal in 2200 m Höhe auf wiesenartiger Hochebene. pH Wert: 5,0. Blütezeit am Standort: April, Blütezeit in Kultur: April.

Echinocereus pulchellus subsp. weinbergii, Mexico, Zacatecas, El Arenal

Begleitvegetation
Coryphantha spec., Cylindropuntia spec., Dasylirion spec., Echinocactus horizonthalonius, Mammillaria spec., Opuntia spec., Yucca spec.

Feldnummern
BW236, Wolfgang Blum
DFM0212, Dieter Felix
DFM1280, Dieter Felix
DU016, Ulrich Dosedahl
GL1980, Glass et al

Herbarbelege Privatherbarium Martina & Andreas Ohr (HMAO)
HMAO-001-0305, Privatherbarium Martina & Andreas Ohr, 2013
HMAO-002-0233, Privatherbarium Martina & Andreas Ohr, 2004
HMAO-002-0234, Privatherbarium Martina & Andreas Ohr, 2004
HMAO-002-0235, Privatherbarium Martina & Andreas Ohr, 2004
HMAO-003-0006, Privatherbarium Martina & Andreas Ohr, 2002
HMAO-003-0068, Privatherbarium Martina & Andreas Ohr, 2004
HMAO-003-0069, Privatherbarium Martina & Andreas Ohr, 2004

Herbarbelege Universitäten
74406.000, Royal Botanic Gardens Kew
74407.000, Royal Botanic Gardens Kew
ZSS000800, Zürcher Herbarien
ZSS002671, Zürcher Herbarien
ZSS003696, Zürcher Herbarien

Empfehlenswerte Literatur
BLUM, W., LANGE, M., RISCHER, W. & RUTOW, J. (1998): Echinocereus. – Selbstverlag J. Rutow, Aachen

Standortbilder

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